Dienstag, 14. Mai 2013

Ich bin doch noch ein fast jungfräulicher Blogger. Deshalb seht es mir bitte nach, falls ich hier mit großen Kulleraugen über Dinge aus der Blogwelt schreibe, die für euch schon ein alter Hut sind oder Kiki-Kram.

Seit einiger Zeit lese ich selber Blogs. Meistens sowas wie Bildblog, gerne auch DasNuf und natürlich vieles von Schriftstellerkollegen. Als meine Idee reifte, endlich mal einen eigenen Blog zu schreiben, habe ich mir  ganz bewusst noch viele Blogs mehr angesehen. Kopieren von den besten, Fehler vermeiden lernen von den schlechtesten.

Ich frage mich eigentlich immer: "Warum macht jemand etwas?" (ich hoffe jeder Schriftsteller fragt sich das ständig, ansonsten schreibt er besser lieber Betriebsanleitungen). Beim Lesen vieler Blogs kommt diese Frage dabei automatisch in mir hoch. Wovon werden diese Blogger getrieben? Sicherlich bei fast jedem, so wie bei mir auch, von einem Mitteilungsbedürfnis. Aber darüberhinaus? Ich habe gerade zwei Tabs mit Blogs offen, bei denen ich im Moment mal wieder total verwundert bin, wie unterschiedlich manche Menschen und ihre Ansichten zum Leben doch sein können. Auch wenn es nur Zufall ist, dass ich bei diesen zweien gelandet bin, müssen die Menschen dahinter diametral andere Einstellungen zum Leben haben.

Da ist zum einen die Bloggerin katharinathegreat, über deren beitrag "Piss auf Muttertag" ich gestolpert bin. Ein Artikel voller Wut, Zorn und einer ellenlangen Liste an Forderungen. Ob sie meinen Kommentar dazu freischaltet? Mal schauen. Auf jeden Fall ist ihr Text sehr aggressiv, genau wie ihre restlichen wenigen Beiträge. Über sie als Person erfährt man auf ihrem Blog leider nicht viel, nur dass sie Mutter von zwei kleinen Kindern ist. Schade. Ich wüßte gerne, warum sie so zornig ist.

Kurz danach bin ich auf den Blog von Emilia gestoßen. Emilia und die Detektive, so heißt der Blog. Ein schöner, literarischer Titel. Und wie sie selbst dort sagt: Sie ist auf der Suche nach den schönen Dingen im Leben. Es hat mir Spaß gemacht, mir ihre Fotos anzusehen, und auch sie hat einen Muttertagsartikel geschrieben, mit Rezeptvorschlag.

Ist es nicht der helle Wahnsinn, wie unterschiedlich diese zwei Frauen sind, wie sie den Muttertag sehen, und das Leben an sich? Die eine sucht das schöne, die andere ist mit vielem unzufrieden, scheint eher das schlechte zu suchen. Ich hoffe, Katharina sieht auch die schönen Dinge im Leben.

Ich glaube beides sind extreme und gute Beispiele für die Vielfalt von persönlichen Blogs. Und dafür, dass die Menschen völlig verschieden sein können. Ich wüßte gerne, warum sie es sind.

Vielleicht weiß ich dann auch mehr über mich.

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