Sonntag, 17. April 2016

Dumm. Dümmer. Facebook Wall of Shame.

Ein heiteres Profilesurfen für Jung und Alt. Lustige Blödheit für jedermann.

Zunächst möchte ich mit einer Frage starten: Kann jemand finnisch? Der Google Translator hilft mir hier nicht weiter, dabei plagt mich die Frage ob das eine Eichmann-Fangruppe ist oder vielleicht das Gegenteil davon, kann ja auch sein (ich will niemand unrecht tun)


Fragt mich nicht warum, aber dann hatte ich Bock zu gucken, wer so alles Adolf Hitler auf Facebook liked. Hätte ich besser nicht gemacht, bei dem Ergebnis weiß ich nicht ob ich lachen oder weinen soll ...

Könnte auch Charlie Chaplin sein ...
Das nächste Ergebnis lässt mich hoffen, endlich mal wieder auf ein richtig gutes Sachbuch gestoßen zu sein. Saturn Hitler! Banken, Astrologie, Kabbala und Bilderwelt des Dritten Reichs. Hier wird wahrscheinlich endlich der große Zusammenhang aufgedeckt, das schreit ja nach einer zukünftigen Rezension:

In Stein gemeißelt

Bei unserem nächsten Kandidaten zeigt sich mal wieder, dass ich es erst mal noch gut meine. Ich dachte: Okay, das Titelwappen könnte mir zu denken geben, aber auf dem Profilfoto kommt ja immerhin das Statement gegen Krieg. Way to go, Denis:

Aha, ein Pazifist!

Allerdings ist der geteilte Beitrag dann doch wieder ein ganz schöner Runterzieher, so dass auch Deine Profilseite, gar nicht mehr werter Denis, Bestandteil meiner Wall of Shame wird.

Was für eine Scheiße ...


Bei unserem nächsten Kandidaten möchte ich hingegen direkt klarstellen: Wenn Gott mit Dir ist, denn bin ich ab sofort Atheist!

Adolf im Kreise der Familie, ach wie putzig ...

So, langsam gehen mir die Dumpfnasen schon auf die Nerven, aber ein paar gucke ich mir noch an. Allerdings, damit das mal klar ist - ein Like auf Adolf Hitler heisst an sich noch gar nix, das könnte auch zum Ausdruck bringen, dass man die Zusammenstellung über den Führer gut findet. Deshalb lass ich ja auch Bilder sprechen, die für alle öffentlich sind. So wie dieses hier von Mario Colucci (möge ich niemals im Klinikum Bremen-Ost landen):

Mussolini wäre stolz

Ich denke, mit einem Stichwort lässt sich gut der heutige Surfvormittag bei FB zusammenfassen:

(na welches wohl: HASS!)

Bis zum nächsten Mal in diesem Gruseltheater!





Mittwoch, 3. Februar 2016

#beHindernisse: Warum nicht alle Behinderten ein Opfer sein wollen

Moinsen, es hat zugegebenermassen ganz schön lange gedauert, mich aus meinem Schreibtiefschlaf zu wecken. Dies hat mehrere Gründe, auf die ich gleich genauer eingehen werde. Also vor allem der Schlaf. Der Wecker war ganz klar dieser: der Hashtag #beHindernisse auf Twitter, bzw. was ich da lesen musste. Aber mal der Reihe nach: Mein (jetzt nicht mehr ganz so neuer) Job als Lektor hat mich mehr in Beschlag genommen als ich dachte. Wenn ich dann mal Zeit (und auch noch Lust) zum Schreiben habe, arbeite ich lieber an meinen Romanen als an Blogartikeln, insbesondere weil die Romane schon viel zu lange vor sich herdümpeln. Also: nach diesem Artikel bitte sicherheitshalber nicht allzuviel erwarten. Und natürlich ist mir auch gelegentlich mein Körper oft genug im Wege gestanden. Was für Einschränkungen/chronische Erkrankungen/Behinderungen ich habe geht grundsätzlich keinen was an. Und hausieren gehe ich damit schon gar nicht. Warum auch: Ich führe ein schönes Leben. Ich bin Ehemann, Vater, Hundebesitzer, bin berufstätig und habe somit wenig Grund mich zu beschweren. Ich werde auf der Arbeit respektiert und komme, so denke ich, ganz gut klar. Ich habe Hobbys die ich mit Freude ausüben kann. Ich lebe in einem Land, das mir viel ermöglicht und in dem ich mich auch gut abgesichert fühle. Kommen wir mal zu den Schattenseiten meines Lebens, die bei mir natürlich auch existieren, so wie wohl bei jedem Rezipienten dieses Textes auch (es sei denn da ist ein Milliardär ohne Gesundheitsprobleme dabei, sorry, dann weigere ich mich Deine Probleme ernstzunehmen). Bei mir spielt mein Körper seit meinem 27. Lebensjahr verrückt. Krebs, Schlafapnoe, Hypertriglyceridemie mit Diabetesschüben und wiederkehrenden Bauchspeicheldrüsenentzündungen. Die für Schmerzfetischisten übrigens eine wahre Wonne sind - leider bin ich keiner. Außerdem kann man potentiell bei jeder draufgehen. Beim ersten Mal hätte ich auch fast geschafft. Ich habe meinen Teil abgekriegt, das ist wohl wahr. Aber meine herzliche Bitte an dieser Stelle: Spart euch jegliches Mitleid, es ist weder angebracht noch erwünscht. Bis zum heutigen Tage habe ich das weder öffentlich beklagt oder auch nur erwähnt. Es war einfach nicht nötig. Ich erwähne das auch nur, weil es den Hintergrund meines Textes erklären soll. Sicher, wenn ich mal wieder mit eine Pankreatitis und unvorstellbaren Schmerzen im Krankenhaus liege, könnte meine Laune besser sein. Flüche und Tränchen gibts auch mal, sowie einige Tage düsterer Gedanken. Na und? Wie eingangs erwähnt habe ich verdammt viel schönes im Leben. Und ich bin nicht neidisch auf Leute ohne solche Behinderungen oder schwere Erkrankungen. Denn es kann jeden an jedem verdammten Tag treffen. Vielleicht sogar dich, lieber Leser, und vielleicht sogar schon morgen. Mein Mitleid wird sich dann aber auch in Grenzen halten. Denn so ist das Leben und außerdem kennen wir uns nicht persönlich. Vielleicht trifft es Dich dann auch viel härter als mich. Oder vielleicht bist Du auch viel schwerer behindert als ich, sogar von Geburt an. Was bringt Dir mein Mitleid? Nix. Was ist denn nun heute passiert? Zuerst mal sei erwähnt, dass ich Twitter für eine fürchterliche Kommunikationsplattform halte. Die Möglichkeit Leute zu blockieren finde ich fürchterlich, verhindert sie doch, dass man sich mit unliebsamen Meinungen auseinandersetzen muss. Und dann diese Zeichenbeschränkung. Aber: Als zusätzliche kleine Werbeplattform möchte ich vielleicht schon irgendwann mal benutzen. Und leider, leider scheinen sich ausgerechnet politische Debatten mittlerweile vor allem zunächst bei Twitter abzuspielen. Als wären Verkürzungen in Talkshows schon nicht schlimm genug. Aber bisher habe ich in der U-Bahn oder in den Pausen schon gerne hineingespinxt. Und was lese ich da heute? Es gibt eine neue Hashtagkampagne. Das ist doch genau das, was dieses Land braucht. Mit Hashtagbetroffenheit die Welt retten. Bisher habe ich mich da schön rausgehalten. Popcorn dazugemampft und oft geschmunzelt. Dummerweise interessiert mich das Thema diesmal zu sehr. Es geht nämlich um Behinderungen. Oder, wie es tituliert wird, #beHindernisse. Anscheinend soll der # dafür gut sein, dass Betroffene, sprich Behinderte von ihren Behinderungen erzählen können/sollen/dürfen. Meine erste Überlegung: Ich bin hin- und hergerissen. Einerseits, insbesondere wenn man wie ich eine extrem seltene, chronische Krankheit hat, hat man durchaus des öfteren den Wunsch danach, sich mal mit gleichgesinnten auszutauschen. Kann ich nachvollziehen. Finde ich sogar gut, denn oftmals ist das gar nicht so einfach. Ich habe bisher jedenfalls noch keinen mit meiner Hypertriglyceridemieform kennengelernt. Aber: Ich habe eine tolle Ärztin und bisher alles gut überstanden. Auch mein Arbeitgeber hat mich trotz langer Fehlzeit nicht rausgeworfen. Mich hat auch bisher keiner verspottet - kein Kollege und natürlich auch erst recht kein Familienmitglied. Aber bei genauerer Betrachtung des Hashtags sehe ich dort keinen Austausch unter gleichbetroffenen. Sicher, dort werden so einige schlimme Fälle von Behinderungen geschildert, und die will ich auch auch nicht kleinreden (und ich weiß auch, dass es weitaus schlimmere Behinderungen gibt als meine, und bestimmt auch viele. Letztlich habe ich noch viel Glück gehabt.) Nur: Wofür soll die Twitterei gut sein? Was erwartet der Poster? Es gibt doch eigentlich nur vier Möglichkeiten: 1. Mitleid - "Oh, Du hast es aber ganz schön schwer." Danke. Das weiss ich selbst. Dazu brauche ich keine Zustimmung eines wildfremden auf Twitter. 2. Gleichgültigkeit - "Na und? Was xy hat ist aber noch viel schlimmer." oder: "Ich habe aber das und das, ist auch schlimm" oder: "Ist mir doch Latte, stell dich nicht so an". Mhm, bringt mich jetzt auch nicht so weiter. 3. Verhöhnung/Trolle/Hass etc. "Jetzt heul dich nicht so rum, Spasti" - Wer daran Spaß hat, von mir aus. Brauche ich sicher nicht. 4. Mein Tweet verändert die Gesellschaft "Du hast recht, mit Deiner Behinderung habe ich dich bisher benachteiligt/nicht ernst genommen/usw., ab heute wird alles anders" - Jetzt mal Butter bei die Fische, gibt es ernsthaft Menschen, die glauben mit ein paar Tweets auch nur eine vorgefertigte Meinung ändern? geschweige denn tatsächlich ein real existierendes Problem aus der Welt zu schaffen? Mit anderen Worten - würde ich meine Behinderungen dort Twittern, keine der erwartbaren Reaktionen würde auch nur irgendetwas daran besser machen. Aber wahrscheinlich würde ich mich danach viel schlechter fühlen. Tatsächlich kam aber noch eine 5. Reaktion dazu - nämlich #marthadear & friends eilten herbei zur Rettung der Behinderten! Hey, das ist ja wie Aufschrei. Und schwups wurde der Hashtag geretweeted und eingenommen. Mit dem gleichen Muster wie bei Aufschrei: nun fühlt sich jeder bemüßigt seinen Senf dazuzugeben. Und es dauerte nicht lange, und es wurden Allergien und Brillentragen als Behinderungen angegeben. Erst da merkt ich selbst: ach ja, ich bin ja auch kurzsichtig, das hab ich fast vergessen. Zwar kann ich durch das einfache Aufsetzen einer Brille alles prima sehen, aber ist ja trotzdem ganz dolle schlimm. Und schnell wurde mir auch klargemacht, dass Behinderte sowieso strukturell diskriminiert sind in Deutschland. Gut, es gibt Steuerfreibeträge, Arbeitsschutzregelungen, Ermäßigungen, Autorabatte (Citroen ;-), Berufsbetreuer, Behindertenvertreter auf der Arbeit - aber who cares. Hauptsache als Opfer präsentieren können. Um es mal klar zu sagen: Die Gesellschaft ist nicht schuld an unseren Behinderungen. Und ich finde, für eine kapitalistische geprägte Gesellschaft, die auf Effizienz ausgerichtet ist, wird eine Menge Rücksicht auf Behinderte genommen. Sicherlich ginge vieles besser, überall ist doch Lust nach oben. Aber wenn dann Diskutantinnen wie Hannah Rosenblatt (deren Texte auf der Mädchenmannschaft zur Behindertenthematik ich meist wirr, unlesbar und jammrig fand, aber ihr das Recht auf diese Ansicht nie streitig gemacht habe) darauf bestehen, dass Behinderte strukturell diskriminiert sind, und auf eine nicht beleidigende Nachfrage nach der Begründung ausser mit einem "doch" direkt mit einem Block reagieren, dann finde ich das einen eklatanten Mangel an Diskussionskultur. Immerhin, Hannah ist auch behindert, bei dem Thema könnten wir grundsätzlich auf Augenhöhe diskutieren. Aber gleichzeitig blockierte mich Anne Wizorek a.k.a. @marthadear auch. Ohne je mit mir gesprochen zu haben. Oder von mir auch nur irgendwie angegangen worden zu sein. Und das schärfst - until proven otherwise betrachte ich sie als nichtbehindert. Daher: ein starkes Stück, als privilegierte (weil nichtbehindert) in die Thematik einzudringen und einen Behinderten wegen einer abweichenden Meinung kommentarlos zu blocken mithin auszuschließen. Wie sagte mir ein vergleichbarer Mitstreiter von ihr: Check mal deine Privilegien, Anne. Ach ja, was ist also meine Abweichende Meinung vor allem: Mich stört ganz gewaltig, dass hier dazu animiert wird, dass sich Behinderte hier als Opfer darstellen sollen. Oh, ich hab so eine schlimme Behinderung, oh die Gesellschaft ignoriert das auch noch. Es gibt nur zwei Gründe, das zu wollen: Erstens: Damit lässt man Behinderte hilflos, schwach und minderwertig dastehen. Bei Twitter fallen nämlichen die hämischen Deppen mit Freude über solcher Jammertags her. Die Folge nach Aufschrei war doch, dass jetzt jede Schilderung ernsthafter sexueller Belästigung nicht mehr ernst genommen wird. Und das gleiche befürchte ich hier. Wenn zukünftig ein Behinderter von seinen Problemen berichtet, wird er sich sich anhören müssen, dass das doch nur wieder aufmerksamkeitsheischendes #beHindernisse-geschrei ist. Super gut, echt. Wer behindert ist, ist aber ein Opfer, sondern nur eins: behindert. Er kann etwas weniger als andere oder muss sich dafür mehr anstrengen oder braucht Hilfsmittel. Oder er stirbt früher, hat mehr schmerzen, usw. Aber ein Opfer bin ich nur dann, wenn ich mich als solches hinstelle oder hinstellen lasse. Und das wollen die SocialJusticeWarriors nämlich jetzt nach den Farbigen auch mit den Behinderten machen. Und zwar wegen Zweitens: #Aufschrei lief gut. Buchverträge, Talkshowauftritte. Aber der Buchverkauf lief schleppend. Ein neuer hashtag musste her. Dann kam Köln - aha. Jetzt könnten wir doch das Flüchtlingsthema instrumentalisieren. Aber ach, #ausnahmslos war eher ein Rohrkrepierer. Da wird kein neues Buch draus. Und @Tugendfurie hats auch nicht ins Fernsehen, das klappt vermutlich nur noch bei Wizorek Aber auch nicht ewig ohne neues Thema. Und siehe da: Ein neues Thema, eine neue Gruppe unterdrückter ward gefunden und diesmal waren sie nicht farbig, sondern behindert. Schade nur, dass sie nicht alle gleich denken, nicht alle ein Opfer sein wollen, und sie nicht alle die Schnauze halten, wenn wir ihnen erklären, wie sie sich als Behinderte in der Gesellschaft fühlen sollen. Ganz ehrlich: Dank den SocialJusticeWarriors habe ich mich heute zum ersten Mal als so etwas wie eine bevormundete Minderheit gefühlt. Wohlgemerkt: Bevormundet von euch. Das wars erstmal für heute, der Papa muss nu langsam mal ins Bett. Vielleicht ergänze ich das morgen noch mal und es sind noch genug Fehler drin. Jaja, ich bin trotzdem Lektor. Aber das wichtigste: Meinungen sind herzlich willkommen, ihr dürft mir auch gerne volle Suppe widersprechen. Ich kann das aushalten - ich bin nämlich erwachsen.

Montag, 4. August 2014

Bond on Set - Filming Die Another Day

Jäger und Sammler der ich nunmal bin, habe ich ein neues Feld der Begierden für mich entdeckt: Filmbücher!

Ich weiß gar nicht, warum ich da nicht schon früher drauf gekommen bin: Sobald eine Blu-Ray in einer Sonderedition angekündigt wurde, bei der ein kleines Booklet dabei lag, fing mein kleines Sammlerherz wie wild an zu pochen. Da zahlt man schon mal gerne 10 EUR mehr. Dabei ist es eigentlich viel schlauer, sich die normale Blu-Ray zu holen und dazu für 20 EUR bis 30 EUR ein richtig dickes, hochglänzendes Filmbuch dazu. Und wenn man dabei auf den Gebrauchtbüchermarkt acht gibt, so kann man beachtliche Schnapper machen. So auch bei meinem heutigen (und ersten) Filmbuchtipp. Kaum zu glauben, aber für 0,76 EUR zzgl. 3,- EUR Versandkosten habe ich diesen Klassebildband vor ein paar Tagen bekommen:

Bond on Set - Filming Die Another Day
von Greg Williams



Wer sich ein wenig mit Filmbüchern auskennt, weiß, dass diese ganz unterschiedlich ausfallen können. Bei manchen liegt der Schwerpunkt auf den Entwürfen der Storyboardzeichenr und der Conceptual Artists und man kann sich an den schönsten Skizzen und Zeichnungen erfreuen. Ein Paradebeispiel sind dafür die "Art of" Bücher über die neueren Marvelfilme. In der näheren Zukunft will ich exemplarisch hierzu das Artbook zu Iron Man 3 vorstellen.
Dann gibt es Bücher, die den Schwerpunkt auf die Produktion legen, also ein klassisches "Making of" präsentieren.
Die "Bond on Set" Bücher von Greg Williams sind weder das eine noch das andere - es gibt keine Storyboards, keine Zeichnungen, kaum Texte, wenig Hintergründe. Und doch habe ich ich das Buch zu "Die another Day" sehr genossen. Abgesehen davon, dass ich über die Extras der Blu-Ray bereits einen hervorragenden Einblick in die Produktion des Films bekommen habe, schafft es Williams mit seinem Bildband mich zu einem Teil der Filmcrew zu machen. Es ist erstaunlich, welche Momente ein richtig begabter Fotograf an einem Filmset so einfangen kann.




Insbesondere Halle Berry kommt meines Erachtens in diesem Buch fantastisch rüber - manche Schönheiten scheinen für die Kamera einfach zu leben!




Jedem Bond-Fan (und glaubt mir, ich bin einer der fanatischten Bondfans!) kann ich somit dieses Buch wärmstens ans Herz legen. Leider gibt es diese Bände nicht zu allen Filmen, denn Williams hat mit dem letzten Brosnan-Bond diese Reihe begonnen. Aber ich habe auf jeden Fall meine Fühler nach den "Bond on Set" Büchern zu "Casino Royale", "Quantum of Solace" und "Skyfall" schon ausgestreckt und werde natürlich nach Erwerb hiervon berichten.

Donnerstag, 17. April 2014

Sieger = Siegsie = Esges = Erger: neuer Leitfaden von Q.U.A.T.S.C.H.

Die AG  Queer Und Ableistische Transzendentale Studien Cisgegenderter Honks (Kurzform: Q.U.A.T.S.C.H.) an der Pirincci-Universität zu Bonn hat soeben ihren siesten/esten/ersten Sprachleitfaden veröffentlicht. Mit dem Titel “Was sonst? Sprachverschandeln – aber wie? Unlesbarkeit statt gesunder Menschenverstand!” stellt die AG ihre/seine/esse Anregungen zum Nachschlagen, Schreiben_Sprechen_Gebärden, Argumentieren, Inspirieren, Ausprobieren, Nachdenken, Umsetzen, Lösen_Zuhören, Wegwerfen_Löschen_Ignorieren, kurz: zum deutschdiskriminierenden Sprachhandeln vor.

Hier ein siester/ester/erster Auszug:

Sie/Es/Er

Die deutsche Alltagssprache (Empfehlung: "das deutsche Alltagssprache") ist gekennzeichnet durch eine ausufernde Zahl an gegenderten Personenvorstellungen. Insbesondere die überprportional häufig vorkommende, cismännlichheteronormativ-geprägte Silbe "er", konventionalisiert bisher männliche Dominanz und muss aufgebrochen werden.

  1. Frauen, die die Volljährigkeit siereicht haben, sollten zukünftig nur noch als "Siewachsene" bezeichnet werden. Der Begriff "Erwachsene" ist demzufolge nur noch Männern vorbehalten. Für Trans* ist der Begriff "Eswachsene" angedacht.
  2. Frauen "siereichen" etwas, Trans* "esreichen" etwas, Männer "erreichen" etwas. Wenn wir alle siereichen, esreichen und erreichen können, unsere Sprache von der männlichen Dominanz in Richtung absoluter Unlesbarkeit weiterzuentwickeln, dann ist viel gewonnen.
  3. Dementsprechend sollte konsequent bei allen "er-"geprägten Verben und Nomen verfahren werden: erbauen=siebauen=esbauen, erschaffen=sieschaffen=esschaffen, erleben=sieleben=esleben, Erster=Siester=Ester, etc.
  4. Obacht bei dem unscheinbar wirkenden Wörtchen "Sieger". Da hier nicht nur männliche Dominanz enthalten ist, sondern auch eine (freilich im Kontext unterdrückte) weibliche Komponente, sollte hier durch eine Umkehr das bisherige gesellschaftliche Konstrukt auf den Kopf gestellt werden: weibliche "Sieger" sollten zuküntig als "Siegsie" bezeichnet werden, männliche "Sieger" hingegen als "Erger", Trans* als "Esges"
  5. Dementsprechend ist auch darauf zu achten, dass "Esel" besser genderunterschiedlich bezeichnet werden sollten: männliche Esel als "Erel", weibliche Esel als "Siesel" und nur noch Trans* als "Esel".
  6. Männer sind "ehrlich", Frauen zukünftig "siehlich", Trans* "eshlich"
  7. Auch die Endung auf "-er" sollte zukünftig auf männliche Anwender reduziert werden: der "Bewohner", die "Bewohnsie", das "Bewohnes". In Bonn wohnen also "Bonner", "Bonnsies" und "Bonnes". Ein weiblichsie Mörder ist eine "Mördsie", ein Trans* ein "Mördes". Entsprechend "Verbrechsie/Verbreches".

Bei positiver/positivsie/positives Resonanz erfolgen/siefolgen/esfolgen zukünftig weitere/weitsiese/weitesse Auszüge.

Sonntag, 6. April 2014

Geschafft!

Kennt Ihr das auch?
Wenn man eine Deadline hat, ist es viel einfacher, etwas zu schaffen und fertigzukriegen als wenn man so lustig und charmant vor sich herwurstelt.
Leider, leider brauche ich einfach immer irgendwie den Druck ...
Naja, ich habe jetzt einige Wochen für einen Wettbewerb an einem Serienkonzept gearbeitet. Morgen ist die Deadline, und heute abend bin ich schon fertig geworden, nicht schlecht.
Was natürlich prima war, ist dass ich zwischendrin ein sehr inspirirendes Drehbuchseminar bzw. eher einen Workshop hatte. An dieser Stelle mal einen herzlichen Dank an Ralph M. Bloemer!
Also, wer mag, drückt mir mal die Daumen, und wenn ihr irgendwann mal die erste Actionserie mit behinderten Ganoven in den Hauptrollen seht, dann wisst ihr,ich hab es geschafft!
Und wenn nicht ... dann mach ich halt eine Groschenromanserie draus ...

Schönen Restsonntag noch!

Sonntag, 30. März 2014

Gratulation!


Heute durfte ich einem tollen sportlichen Ereignis beiwohnen:

Die Beirksmeisterschaften des DLRG im Bonner Frankenbad!

Und ich möchte ganz herzlich dem Bezirksmeister in seiner Altersklasse gratulieren:

Gut gemacht, Luca!