Donnerstag, 17. April 2014

Sieger = Siegsie = Esges = Erger: neuer Leitfaden von Q.U.A.T.S.C.H.

Die AG  Queer Und Ableistische Transzendentale Studien Cisgegenderter Honks (Kurzform: Q.U.A.T.S.C.H.) an der Pirincci-Universität zu Bonn hat soeben ihren siesten/esten/ersten Sprachleitfaden veröffentlicht. Mit dem Titel “Was sonst? Sprachverschandeln – aber wie? Unlesbarkeit statt gesunder Menschenverstand!” stellt die AG ihre/seine/esse Anregungen zum Nachschlagen, Schreiben_Sprechen_Gebärden, Argumentieren, Inspirieren, Ausprobieren, Nachdenken, Umsetzen, Lösen_Zuhören, Wegwerfen_Löschen_Ignorieren, kurz: zum deutschdiskriminierenden Sprachhandeln vor.

Hier ein siester/ester/erster Auszug:

Sie/Es/Er

Die deutsche Alltagssprache (Empfehlung: "das deutsche Alltagssprache") ist gekennzeichnet durch eine ausufernde Zahl an gegenderten Personenvorstellungen. Insbesondere die überprportional häufig vorkommende, cismännlichheteronormativ-geprägte Silbe "er", konventionalisiert bisher männliche Dominanz und muss aufgebrochen werden.

  1. Frauen, die die Volljährigkeit siereicht haben, sollten zukünftig nur noch als "Siewachsene" bezeichnet werden. Der Begriff "Erwachsene" ist demzufolge nur noch Männern vorbehalten. Für Trans* ist der Begriff "Eswachsene" angedacht.
  2. Frauen "siereichen" etwas, Trans* "esreichen" etwas, Männer "erreichen" etwas. Wenn wir alle siereichen, esreichen und erreichen können, unsere Sprache von der männlichen Dominanz in Richtung absoluter Unlesbarkeit weiterzuentwickeln, dann ist viel gewonnen.
  3. Dementsprechend sollte konsequent bei allen "er-"geprägten Verben und Nomen verfahren werden: erbauen=siebauen=esbauen, erschaffen=sieschaffen=esschaffen, erleben=sieleben=esleben, Erster=Siester=Ester, etc.
  4. Obacht bei dem unscheinbar wirkenden Wörtchen "Sieger". Da hier nicht nur männliche Dominanz enthalten ist, sondern auch eine (freilich im Kontext unterdrückte) weibliche Komponente, sollte hier durch eine Umkehr das bisherige gesellschaftliche Konstrukt auf den Kopf gestellt werden: weibliche "Sieger" sollten zuküntig als "Siegsie" bezeichnet werden, männliche "Sieger" hingegen als "Erger", Trans* als "Esges"
  5. Dementsprechend ist auch darauf zu achten, dass "Esel" besser genderunterschiedlich bezeichnet werden sollten: männliche Esel als "Erel", weibliche Esel als "Siesel" und nur noch Trans* als "Esel".
  6. Männer sind "ehrlich", Frauen zukünftig "siehlich", Trans* "eshlich"
  7. Auch die Endung auf "-er" sollte zukünftig auf männliche Anwender reduziert werden: der "Bewohner", die "Bewohnsie", das "Bewohnes". In Bonn wohnen also "Bonner", "Bonnsies" und "Bonnes". Ein weiblichsie Mörder ist eine "Mördsie", ein Trans* ein "Mördes". Entsprechend "Verbrechsie/Verbreches".

Bei positiver/positivsie/positives Resonanz erfolgen/siefolgen/esfolgen zukünftig weitere/weitsiese/weitesse Auszüge.

Sonntag, 6. April 2014

Geschafft!

Kennt Ihr das auch?
Wenn man eine Deadline hat, ist es viel einfacher, etwas zu schaffen und fertigzukriegen als wenn man so lustig und charmant vor sich herwurstelt.
Leider, leider brauche ich einfach immer irgendwie den Druck ...
Naja, ich habe jetzt einige Wochen für einen Wettbewerb an einem Serienkonzept gearbeitet. Morgen ist die Deadline, und heute abend bin ich schon fertig geworden, nicht schlecht.
Was natürlich prima war, ist dass ich zwischendrin ein sehr inspirirendes Drehbuchseminar bzw. eher einen Workshop hatte. An dieser Stelle mal einen herzlichen Dank an Ralph M. Bloemer!
Also, wer mag, drückt mir mal die Daumen, und wenn ihr irgendwann mal die erste Actionserie mit behinderten Ganoven in den Hauptrollen seht, dann wisst ihr,ich hab es geschafft!
Und wenn nicht ... dann mach ich halt eine Groschenromanserie draus ...

Schönen Restsonntag noch!