Montag, 4. August 2014

Bond on Set - Filming Die Another Day

Jäger und Sammler der ich nunmal bin, habe ich ein neues Feld der Begierden für mich entdeckt: Filmbücher!

Ich weiß gar nicht, warum ich da nicht schon früher drauf gekommen bin: Sobald eine Blu-Ray in einer Sonderedition angekündigt wurde, bei der ein kleines Booklet dabei lag, fing mein kleines Sammlerherz wie wild an zu pochen. Da zahlt man schon mal gerne 10 EUR mehr. Dabei ist es eigentlich viel schlauer, sich die normale Blu-Ray zu holen und dazu für 20 EUR bis 30 EUR ein richtig dickes, hochglänzendes Filmbuch dazu. Und wenn man dabei auf den Gebrauchtbüchermarkt acht gibt, so kann man beachtliche Schnapper machen. So auch bei meinem heutigen (und ersten) Filmbuchtipp. Kaum zu glauben, aber für 0,76 EUR zzgl. 3,- EUR Versandkosten habe ich diesen Klassebildband vor ein paar Tagen bekommen:

Bond on Set - Filming Die Another Day
von Greg Williams



Wer sich ein wenig mit Filmbüchern auskennt, weiß, dass diese ganz unterschiedlich ausfallen können. Bei manchen liegt der Schwerpunkt auf den Entwürfen der Storyboardzeichenr und der Conceptual Artists und man kann sich an den schönsten Skizzen und Zeichnungen erfreuen. Ein Paradebeispiel sind dafür die "Art of" Bücher über die neueren Marvelfilme. In der näheren Zukunft will ich exemplarisch hierzu das Artbook zu Iron Man 3 vorstellen.
Dann gibt es Bücher, die den Schwerpunkt auf die Produktion legen, also ein klassisches "Making of" präsentieren.
Die "Bond on Set" Bücher von Greg Williams sind weder das eine noch das andere - es gibt keine Storyboards, keine Zeichnungen, kaum Texte, wenig Hintergründe. Und doch habe ich ich das Buch zu "Die another Day" sehr genossen. Abgesehen davon, dass ich über die Extras der Blu-Ray bereits einen hervorragenden Einblick in die Produktion des Films bekommen habe, schafft es Williams mit seinem Bildband mich zu einem Teil der Filmcrew zu machen. Es ist erstaunlich, welche Momente ein richtig begabter Fotograf an einem Filmset so einfangen kann.




Insbesondere Halle Berry kommt meines Erachtens in diesem Buch fantastisch rüber - manche Schönheiten scheinen für die Kamera einfach zu leben!




Jedem Bond-Fan (und glaubt mir, ich bin einer der fanatischten Bondfans!) kann ich somit dieses Buch wärmstens ans Herz legen. Leider gibt es diese Bände nicht zu allen Filmen, denn Williams hat mit dem letzten Brosnan-Bond diese Reihe begonnen. Aber ich habe auf jeden Fall meine Fühler nach den "Bond on Set" Büchern zu "Casino Royale", "Quantum of Solace" und "Skyfall" schon ausgestreckt und werde natürlich nach Erwerb hiervon berichten.

Donnerstag, 17. April 2014

Sieger = Siegsie = Esges = Erger: neuer Leitfaden von Q.U.A.T.S.C.H.

Die AG  Queer Und Ableistische Transzendentale Studien Cisgegenderter Honks (Kurzform: Q.U.A.T.S.C.H.) an der Pirincci-Universität zu Bonn hat soeben ihren siesten/esten/ersten Sprachleitfaden veröffentlicht. Mit dem Titel “Was sonst? Sprachverschandeln – aber wie? Unlesbarkeit statt gesunder Menschenverstand!” stellt die AG ihre/seine/esse Anregungen zum Nachschlagen, Schreiben_Sprechen_Gebärden, Argumentieren, Inspirieren, Ausprobieren, Nachdenken, Umsetzen, Lösen_Zuhören, Wegwerfen_Löschen_Ignorieren, kurz: zum deutschdiskriminierenden Sprachhandeln vor.

Hier ein siester/ester/erster Auszug:

Sie/Es/Er

Die deutsche Alltagssprache (Empfehlung: "das deutsche Alltagssprache") ist gekennzeichnet durch eine ausufernde Zahl an gegenderten Personenvorstellungen. Insbesondere die überprportional häufig vorkommende, cismännlichheteronormativ-geprägte Silbe "er", konventionalisiert bisher männliche Dominanz und muss aufgebrochen werden.

  1. Frauen, die die Volljährigkeit siereicht haben, sollten zukünftig nur noch als "Siewachsene" bezeichnet werden. Der Begriff "Erwachsene" ist demzufolge nur noch Männern vorbehalten. Für Trans* ist der Begriff "Eswachsene" angedacht.
  2. Frauen "siereichen" etwas, Trans* "esreichen" etwas, Männer "erreichen" etwas. Wenn wir alle siereichen, esreichen und erreichen können, unsere Sprache von der männlichen Dominanz in Richtung absoluter Unlesbarkeit weiterzuentwickeln, dann ist viel gewonnen.
  3. Dementsprechend sollte konsequent bei allen "er-"geprägten Verben und Nomen verfahren werden: erbauen=siebauen=esbauen, erschaffen=sieschaffen=esschaffen, erleben=sieleben=esleben, Erster=Siester=Ester, etc.
  4. Obacht bei dem unscheinbar wirkenden Wörtchen "Sieger". Da hier nicht nur männliche Dominanz enthalten ist, sondern auch eine (freilich im Kontext unterdrückte) weibliche Komponente, sollte hier durch eine Umkehr das bisherige gesellschaftliche Konstrukt auf den Kopf gestellt werden: weibliche "Sieger" sollten zuküntig als "Siegsie" bezeichnet werden, männliche "Sieger" hingegen als "Erger", Trans* als "Esges"
  5. Dementsprechend ist auch darauf zu achten, dass "Esel" besser genderunterschiedlich bezeichnet werden sollten: männliche Esel als "Erel", weibliche Esel als "Siesel" und nur noch Trans* als "Esel".
  6. Männer sind "ehrlich", Frauen zukünftig "siehlich", Trans* "eshlich"
  7. Auch die Endung auf "-er" sollte zukünftig auf männliche Anwender reduziert werden: der "Bewohner", die "Bewohnsie", das "Bewohnes". In Bonn wohnen also "Bonner", "Bonnsies" und "Bonnes". Ein weiblichsie Mörder ist eine "Mördsie", ein Trans* ein "Mördes". Entsprechend "Verbrechsie/Verbreches".

Bei positiver/positivsie/positives Resonanz erfolgen/siefolgen/esfolgen zukünftig weitere/weitsiese/weitesse Auszüge.

Sonntag, 6. April 2014

Geschafft!

Kennt Ihr das auch?
Wenn man eine Deadline hat, ist es viel einfacher, etwas zu schaffen und fertigzukriegen als wenn man so lustig und charmant vor sich herwurstelt.
Leider, leider brauche ich einfach immer irgendwie den Druck ...
Naja, ich habe jetzt einige Wochen für einen Wettbewerb an einem Serienkonzept gearbeitet. Morgen ist die Deadline, und heute abend bin ich schon fertig geworden, nicht schlecht.
Was natürlich prima war, ist dass ich zwischendrin ein sehr inspirirendes Drehbuchseminar bzw. eher einen Workshop hatte. An dieser Stelle mal einen herzlichen Dank an Ralph M. Bloemer!
Also, wer mag, drückt mir mal die Daumen, und wenn ihr irgendwann mal die erste Actionserie mit behinderten Ganoven in den Hauptrollen seht, dann wisst ihr,ich hab es geschafft!
Und wenn nicht ... dann mach ich halt eine Groschenromanserie draus ...

Schönen Restsonntag noch!

Sonntag, 30. März 2014

Gratulation!


Heute durfte ich einem tollen sportlichen Ereignis beiwohnen:

Die Beirksmeisterschaften des DLRG im Bonner Frankenbad!

Und ich möchte ganz herzlich dem Bezirksmeister in seiner Altersklasse gratulieren:

Gut gemacht, Luca!



Sonntag, 23. Februar 2014

Seltenes Schnabeltier entdeckt!

Ein sensationelller Fund erschüttert die Wissenschaft: Noch ist ungeklärt, ob sich nur um eine merkwürdige Laune der Natur oder um das fehlgeleitete Experiment eines völlig geisteskranken Forschers (oder, falls Genderbeauftragtinnen dies lesen: Einer Forscherin, natürlich dann auch völlig geisteskrank) handelt:


Oder es einfach nur ein stark behaarter Schuhfetischist ...

Sonntag, 16. Februar 2014

Mein Heimkino

Ich möchte euch heute gerne mal mein Heimkimo präsentieren:



(hier mit Beleuchtung meines LED-Rahmens)











Sonntag, 9. Februar 2014

Die Weltraumkapsel

Ganz klasse, Johann König!

Am Samstag war ich zum zweiten Mal in einem Live- Programm von Johann König. Mir hat es noch besser gefallen als beim ersten Mal. Stellenweise musste ich wirklich Tränen lachen!
Den ganzen Tag über traktieren meine Frau und ich uns noch mit Zitaten von gestern. Ich sag nur "Weltraumkapsel" und Roberto Blanco. Ganz hervorragend auch, wie fein und hintersinnig Veanismus, Political Correctness, Vorurteile und Konsumgeilheit vonKönig eingebaut werden, ihne mit der Moralkeule herumzuwedeln.
Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen, und bin mit Sicherheit bei seinem nächsten neuen Programm wieder dabei!

Sonntag, 26. Januar 2014

Lieber Gebührenfeind!

Immer öfter, wenn ich auf Facebook rumstöbere oder auf Medienseiten wie DWDL oder ähnlichen, komme ich nicht umhin zu bemerken, dass eine Vielzahl von Menschen gegen die Rundfunkabgabe protestieren. Oder generell gegen öffentlich-rechtliches Fernsehen oder Radio. "Stoppt die Zwangsabgabe" oder ähnliche Parolen fallen.
Und die Shitstürmchen nehmen immer weiter zu: Ob es um einen Anne-Frank-Film im ZDF geht oder eine völlig übers Ziel hinausschiessende Petition gegen Markus Lanz: Keine Gelegenheit wird ausgelassen um gegen das gebühenfinanzierte Modell in Deutschland vorzugehen.
Ich kann das nicht nachvollziehen. Überhaupt nicht!
Ja, es gäbe sehr viel zu verbessern und zu fordern was das Fernsehprogramm in ARD und ZDF angeht. Ja, es wird an manchen Stellen viel zu viel Geld für Mist rausgeschmissen, während an anderen Stellen viel zu sehr gespart wird. Keine Frage.
Aber dieses System abschaffen?
Entschuldigung, aber bitte: Seid ihr verrückt??
Was ist denn die Alternative? Nur noch von Medienkonzernen gesteuertes Fernsehen und Radio? Dann kann ich gleich auswandern. Das wäre echt das letzte was Deutschland braucht. Nur, weil das in Amerika funktioniert in Hinsicht auf tolle Serien - ich zweifele sehr daran, dass rein kommerzielles Fernsehen in Deutschland die gleichen guten Ergebnisse bringt. Solange bei einem Sender wie RTL das Dschungelcamp am meisten Quote bringt, ist dieser Sendergruppe klar, worauf sie ihre Prioritäten zu setzen hat, denn damit verdient sie am meisten Geld, ganz einfach.
Wer Qualitätsfernsehen sehen will, ganz ehrlich, der findet doch ohne Probleme jeden Tag genug: Einfach mal Arte, 3Sat, Einsfestival oder ZDFNeo einschalten.
Komisch, ist ja alles gebührenfinanziert.
Oder lieber Abgabenfeind: Willst Du wirklich lieber BigFM oder RPR1 anstatt WDR2 oder EinsLive hören? Das beste der 80er, 90er und die Hits von heute?
Deswegen sage ich voller Stolz: Ich zahle gerne Gebühren! Damit finanziere ich nicht nur Schrott sondern auch manches, was niemals auf einem kapitalistenfinanzierten Sender liefe! Und dazu ein Watchever-Abo, das ich monatlich kündigen kann, dann hab ich mehr als was ich jemals gucken kann.

Sonntag, 12. Januar 2014

Roland Emmerich = Die Coen Brüder

Als ich gestern abend bei mir im Heimkino "White House Down" gesehen habe, ist mir eine erstaunliche Erkenntnis gekommen. Vorweg sei noch gesagt: Ja, ich weiß, dass ich mich hiermit oute. Vielleicht hat es keine hitzelspergerischen Dimensionen, aber dennoch stehe ich ab heute als jemand da, der Roland Emmerichs Filme gut findet. Allen üblichen Kritikern, die meinen, dass Emmerich nur miese, drehbuchschwache Specialeffectsmonster produziert sage ich: Falsch! Und selbst wenn - ich mag sie und hatte immer viel Spass dabei.
Auf jeden Fall ist mir bei den vielen skurrilen Nebenfiguren in "White House Down" aufgefallen, dass die Art von verrückten Nebenfiguren in yemmerichs Filmen den Nebenfiguren in den Filmen der Coen-Brüder sehr ähnelt (Bsp.: Ein unmöglicher Härtefall, No Country for Old men, A simple Man, Barton Fink, usw.). Meiner Meinung nach unterscheidet die Ironie dieser Figuren Emmerichs Filme deutlich von vielen anderen seelenlosen Nlockbustern. Man denke da z. B. An den herrlichen Judd Hirsch als zankenden, jüdischen Vater von Jeff Goldblum in Independence Day. Alleine wegen deren Dialogen sehe ich ID4 immer noch gerne, selbst wenn die Effekte nicht mehr aktuell sind.
Sieht das ausser mir noch jemand so auf diesem Planeten?